Nach­le­se zum Netz­werk­abend „Mini-Work­shop: Schrei­ben, wir­ken, sicht­bar wer­den“

Bücher gel­ten nach wie vor als hoch ange­se­he­ne und ver­läss­li­che Bestand­tei­le der Medi­en­land­schaft – aller Schnell­le­big­keit, Sozia­ler Medi­en und KI-Tools zum Trotz. Das heißt im Umkehr­schluss auch: Als Fach­frau oder Fach­mann eines bestimm­ten Gebiets die eige­nen Erfah­run­gen und das eige­ne Fach­wis­sen in eine Buch­pu­bli­ka­ti­on ver­packt zu haben, ist ein idea­les Aus­hän­ge­schild für die eige­ne Exper­ti­se. Denn kaum eine Mar­ke­ting­maß­nah­me trans­por­tiert Kom­pe­tenz und Glaub­wür­dig­keit so kom­pakt wie das eige­ne Sach- oder Fach­buch. 

Wie ent­steht ein Buch?

Doch wie ver­läuft der Weg von der Idee hin zum fer­ti­gen Buch? Wie kon­zi­piert man ein The­ma so, dass es anschau­lich und benut­zer­freund­lich auf­be­rei­tet ist? Und schließ­lich: Wie gelangt die Buch­idee an einen Ver­lag? ABU-Mit­glied Chris­ti­ne Peter – Sach­buch-Lek­to­rin, ‑Autorin und gelern­te Buch­händ­le­rin – gab beim Netz­werk­abend einen Ein­blick in die Kon­zep­ti­on von Sach­bü­chern und brach­te Licht ins Dun­kel der Fra­ge: Wie schrei­be ich mein eige­nes Sach­buch? 

Sach­bü­cher boo­men!

Wie sehr Sach­bü­cher auch auf Sei­ten der Käu­fe­rin­nen und Käu­fer gefragt sind, bele­gen unter ande­rem die Erhe­bun­gen des Bör­sen­ver­eins des Deut­schen Buch­han­dels: So ist seit 2019 eine kon­se­quent stei­gen­de Nach­fra­ge im Sach­buch-Seg­ment zu ver­zeich­nen. 

Ob Bio­gra­fien, Rat­ge­ber, Anlei­tun­gen oder popu­lär­wis­sen­schaft­li­che Sach­bü­cher: Die Gier nach „hand­fes­ten Infor­ma­tio­nen“ wächst kon­stant. Eine bemer­kens­wer­te Ent­wick­lung, gera­de vor dem Hin­ter­grund, dass – zumin­dest theo­re­tisch – jede erdenk­li­che Infor­ma­ti­on online nur ein paar Maus­klicks weit ent­fernt ist. 

Reich wer­den als Autor*in?

Unbe­strit­ten ist: Ein Buch zu schrei­ben ist eine Men­ge (!) Arbeit. Wer mit dem Gedan­ken an eine eige­ne Buch­pu­bli­ka­ti­on spielt, fragt sich daher zu Recht: Wie viel wer­de ich am Ende damit ver­die­nen? Lohnt sich die Pla­cke­rei über­haupt? Gene­rell lässt sich fest­hal­ten: Wirk­lich reich wer­den mit der eige­nen Buch­pu­bli­ka­ti­on nur weni­ge Autorin­nen und Autoren. Und zwar dann, wenn sie ein aus­ge­spro­chen gutes Gespür für eine Markt­lü­cke haben, das gefrag­te The­ma grif­fig und gut auf­be­rei­ten – und einen Ver­lag fin­den, der das Werk opti­mal im Han­del plat­ziert. Ziem­lich vie­le „Wenns“. Doch der Erfolg macht sich nicht unbe­dingt nur mone­tär bemerk­bar. Denn, sie­he oben: Die Auf­wer­tung der eige­nen Fach­kom­pe­tenz, die Bele­gung eines The­mas mit dem eige­nen Namen und der ste­ti­ge Aus­bau des Expert*innen-Status dank Sach­buch­pu­bli­ka­ti­on sind Tur­bo-Zün­dun­gen für Sicht­bar­keit und Pro­fi­lie­rung. Und das zahlt sich dann sehr wohl aus – auch mone­tär. 

Autorin